Krismaso-Photogallery

Die Fotografie im Wandel der Zeit

Die Fotografie ist aus unserer heutigen Zeit kaum mehr wegzudenken. Nie war es so einfach, Erinnerungen im Bild festzuhalten. Fast jeder hat in der Smartphone-Ära den Fotoapparat immer in der Hosentasche dabei. Und auch qualitativ hochwertige Fototechnik ist heute so erschwinglich wie nie. Ob Naturphänomene, politische Ereignisse oder das letzte Mittagessen – die Bilderflut ist nicht mehr aufzuhalten. Aber nicht immer war der Zugang zum Foto so unkompliziert wie heute. 

Von den Anfängen bis heute

Die ersten Wegbereiter der Fotografie konnten bereits im 18. Jahrhundert die Lichtempfindlichkeit bestimmter chemischer Verbindungen nachweisen und gaben so den Startschuss für das Vorhaben „mit Licht zu malen“ (altgriechisch: photos = Licht und gráphein = zeichnen). Doch es sollte noch bis 1826 dauern bis erste Heliographie entstand. Joseph Nicéphore Niépce benötigte damals noch mehrere Stunden, um diese einfache Ansicht aus seinem Fenster aufzunehmen. In den folgenden Jahren experimentierte er zusammen mit dem Künstler Louis Daguerre, um die Belichtungszeit auf ein praxistaugliches Maß zu verkürzen. Der Durchbruch sollte jedoch erst nach Niépces Tod erfolgen. Die als Daguerreotypie bezeichnete neue Methode setzte auf mit Quecksilber bedampfte Silberplatten und konnte die Belichtungszeit zunächst auf 4 bis 15 Minuten und später auf wenige Sekunden verkürzen. Bis zu diesem Zeitpunkt war jedoch jedes Bild ein Unikat. Der Engländer William Henry Fox Talbot entwickelte daher das Papier-Negativ-Positiv-Verfahren. Von nun an konnten Fotografien beliebig vervielfältigt werden. Doch noch immer führte die Fotografie ein Nischendasein. Erst die Entwicklung des handlichen Rollfilms, mit dem nun mehrere Fotos hintereinander geschossen werden konnten, und das Angebot des Unternehmens Kodak, unter dem Motto „You press the button, we do the rest“ die Entwicklung der Aufnahmen zu übernehmen, machte die Fotografie zunehmend populärer. Die technische Revolution ab Mitte des letzten Jahrhunderts gab dem Hobby Fotografie schließlich den letzten Kick. Bildeinstellungen und der Fokus konnten bald vollautomatisch gewählt werden und mit dem Digitalzeitalter wurde der Umgang mit dem Bild so sehr vereinfach wie noch nie. Von nun an war es möglich Bilder in fast unbegrenzter Zahl aufzunehmen, sofort zu betrachten, zu löschen oder mit Computerprogrammen optimal zu entwickeln.

Die wichtigsten Meilensteine der Fotografie auf einen Blick:
– 1826: Aufnahme des ersten überdauernden Fotos
– 1839: die dramatische Senkung der Belichtungszeit macht die Fotografie praxistauglich
– 1840: mit dem Negativ-Verfahren können Bilder nun vervielfältigt werden
– 1889: der Rollfilm löst die Plattentechnik ab
– 1936: Agfa präsentiert den ersten Farbfilm
– seit 1950er: zunehmende Automatisierung und Digitalisierung

Weitere wichtige Entwicklungsschritte der Fotografie hat auch Netzsieger aufgelistet.

Fotografie für jedermann

„Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre.“ Frei nach dem Motto des Regisseurs Robert Bresson ist es heute so einfach wie nie zuvor, sein Leben mit der Welt in Bildern zu teilen. Die Fotografie boomt und ist längst zu einem bedeutsamen Teil unserer Gesellschaft geworden. Und es ist so leicht wie nie, ein Teil davon zu sein.

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